Winterreifen sind beim Fahren im Schnee unverzichtbar
Beim Autofahren im Winter sind geeignete Reifen der wichtigste Sicherheitsfaktor. Winterreifen sorgen durch ihre spezielle Gummimischung und ihr angepasstes Profil für besseren Grip auf schneebedeckten und vereisten Straßen. Die gesetzlich zulässige Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter stellt lediglich eine Untergrenze dar, bietet aber bei Schnee und Nässe nur eingeschränkte Sicherheit. Um optimal funktionieren zu können, sollte ein Winterreifen eine Profiltiefe von mindestens vier Millimeter haben. Denn mit zunehmendem Verschleiß verlängert sich der Bremsweg und das Risiko von Aquaplaning steigt immens. Ebenso wichtig ist der richtige Reifendruck, da er das Fahrverhalten, die Stabilität und den Kraftstoffverbrauch beeinflusst.
In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht. Das heißt, der tatsächliche Zustand der Fahrbahn sowie das Wetter sind relevant: liegt Schnee, droht Reifglätte oder gar Blitzeis, dann sind Winterreifen vorgeschrieben. Alle zulässigen Reifen sind mit dem Schneeflockensymbol im Bergpiktogramm gekennzeichnet.
Auto im Winter richtig vorbereiten
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für sicheres Fahren bei Schnee. Vor Fahrtantritt sollten Autofahrer die geplante Route prüfen und sich über Wetterlage und Verkehr informieren. Hauptstraßen sind im Winter meist besser geräumt und gestreut. Zudem muss das Fahrzeug vollständig von Schnee und Eis befreit sein, einschließlich Dach, Scheiben, Spiegel und Beleuchtung. Schnee auf dem Auto kann während der Fahrt abrutschen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Die Scheibenwaschanlage sollte mit Frostschutzmittel befüllt sein, eine klare Sicht ist Voraussetzung für sicheres Autofahren im Winter. Ein voller Tank, ein geladenes Mobiltelefon und ein Notfallset mit Warnweste, Warndreieck, Erste-Hilfe-Material sowie warmer Kleidung erhöhen die Sicherheit bei einer Panne. Rutschfeste, trockene Schuhe verhindern zusätzlich, dass die Pedale bei Schnee an den Sohlen an Haftung verlieren.
Richtiges Fahrverhalten auf Schnee und Eis
Beim Fahren auf schneebedeckten oder vereisten Straßen gilt eine klare Regel. Langsam, vorausschauend und gleichmäßig fahren. Sanftes Beschleunigen bei niedriger Drehzahl und frühes Hochschalten reduzieren die Gefahr von durchdrehenden Rädern. Das Anfahren im zweiten Gang kann zusätzlichen Stabilität bringen. Der Sicherheitsabstand sollte deutlich größer sein als bei trockener Fahrbahn, da sich der Bremsweg auf Schnee und Eis erheblich verlängert. Bergauf ist eine konstante Geschwindigkeit wichtig, bergab empfiehlt sich ein niedriger Gang, um die Motorbremse zu nutzen. In Kurven sollte vor dem Einlenken gebremst werden, nicht währenddessen. Gerät das Fahrzeug ins Rutschen, hilft es, ruhig zu bleiben, den Fuß vom Gas zu nehmen und in die gewünschte Fahrtrichtung zu lenken. Bei schlechten Sichtverhältnissen ist auch tagsüber Abblendlicht Pflicht, Nebelscheinwerfer dürfen nur bei stark eingeschränkter Sicht eingesetzt werden. Auf nicht geräumten Straßen bietet frischer Schnee oft mehr Grip als festgefahrene Spuren.
Wer diese Winterfahrtipps beachtet, erhöht die Sicherheit beim Autofahren im Schnee deutlich und kommt auch bei schwierigen Straßenverhältnissen kontrolliert und sicher ans Ziel.












